Auf Industrie 4.0-Kurs

VDMA

Am 7. Februar 2017 wählte der Vorstand des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik Dr. Klaus-Dieter Rosenbach für die nächsten vier Jahre zum Vorstandsvorsitzenden. Er ist Mitglied des Vorstandes der Jungheinrich AG, zuständig für das Ressort Logistiksysteme bei der Jungheinrich AG in Hamburg und kennt den Fachverband bereits aus der Vorstandsarbeit in zwei Fachabteilungen. Welche Pläne er für seine Amtszeit hat, erzählt er uns im Interview.

Was hat Sie motiviert, sich für den Vorsitz des Fachverbands zur Wahl zu stellen?
Der Erfolg eines Verbandes ist immer auch davon abhängig, dass sich seine Mitglieder und Mitgliedsunternehmen einbringen. Unsere Branche befindet sich gerade in einem grundlegenden Wandel. Geschwindigkeit und Komplexität der Veränderungen nehmen immer weiter zu. Der Anpassungsdruck für alle Unternehmen steigt. Ich will diesen Wandel mitgestalten und werde meine Erfahrungen, die ich in zwei verschiedenen, unseren Fachverband betreffenden Bereichen gesammelt habe – Flurförderzeuge sowie Lagertechnik – dazu im Fachverband einbringen.

Welche Ziele wollen Sie unter Ihrem Vorsitz im Fachverband verfolgen?
Digitalisierung, Vernetzung und e-Commerce verändern die Intralogistik rasant. Für alle Unternehmen unser Branche besteht Handlungsbedarf – selbst für die, die sich eventuell heute noch gar nicht betroffen fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass wir innerhalb unseres Fachverbandes über Unternehmensgrenzen hinweg voneinander lernen. Dafür ist ein zeitgemäßer Informationsaustausch innerhalb des Verbandes nötig. Diesen auszubauen und zu fördern sehe ich als eine meiner Aufgaben, um damit unsere Mitgliedsunternehmen bei ihren nächsten Schritten – möglicherweise sogar bei ihrem ersten Schritt – in Richtung Logistik 4.0 zu helfen, die richtigen Entscheidungen und Weichenstellungen treffen.

Welche generellen Trends sehen Sie für die Intralogistikbranche? Gibt es hier Handlungsbedarf für den Fachverband?
Die vierte industrielle Revolution gestaltet unsere Branche zur Intralogistik 4.0. Dabei muss klar sein, dass es keine Schablone gib, die auf jeden passt und die man sich nur einfach überstülpen muss, um auf die gegenwärtigen Entwicklungen sowie Herausforderungen zu reagieren. Nein, es braucht einen ganzen Blumenstrauß von verschiedenen Maßnahmen und der Wandel vollzieht sich Schritt für Schritt – aber mit hoher Geschwindigkeit. Produkte und Services müssen den neuen Anforderungen gerecht werden. Technologien müssen weiterentwickelt werden und das in der ganzen Bandbreite. Hier kann und muss sich der Fachverband permanent auf diese neuen und veränderten Bedingungen einstellen, um seine Mitgliedsunternehmen weiterhin bestmöglich zu unterstützen. Bei Jungheinrich zum Beispiel haben wir uns bei der Logistik 4.0 einen erheblichen Erfahrungsschatz erarbeitet, den ich in meine Arbeit im VDMA einbringen und weitergeben möchte.

Vielen Dank für das Gespräch, Dr. Rosenbach.